Grüne Waltrop unterstützen IG Meistersiedlung

8. August 2018

Gegen die Industrialisierung der Rieselfelder kämpft Ingrid Täger schon
lange. Sie kann sich noch daran erinnern, dass es vor Jahren ein
Atomkraftwerk in den Rieselfeldern geben sollte. Als Gründungsmitglied der
damaligen Grünen Liste Waltrop half sie, Geld zu sammeln, um gegen die
Pläne anzukämpfen. Das Geld wurde dank cleverer Anlage durch den inzwischen
verstorbenen Kassenwart Jahr für Jahr vermehrt, so dass die Summe
schließlich 5000 Euro erreichte – und die wurde jetzt gespendet.

Die Waltroper Grünen mit Ingrid Täger, Andreas Brinck und Michael Kampmann
übergaben die Spende an IGM-Sprecher Rainer Köster.

Täger, heute Ratsfrau für die Grünen, übergab gemeinsam mit Michael
Kampmann und Andreas Brinck 2500 Euro an Rainer Köster, Sprecher der IG
Meistersiedlung. Denn zwar wurden die Atomkraft-Pläne in den Rieselfeldern
nie verwirklicht – inzwischen geht es dort um den newPark – aber
bekanntlich gibt es andernorts ein Steinkohle-Kraftwerksprojekt, gegen das
die Dattelner Interessengemeinschaft mit Unterstützung der Grünen ankämpft:
das Uniper-Kraftwerk Datteln 4. Mit im Klage-Boot ist auch der
Umweltverband BUND, der bereits weitere 2500 Euro aus Waltrop bekam, die
andere Hälfte der Summe.
„Wir wissen die Waltroper Grünen an unserer Seite und sind dankbar für die
finanzielle Unterstützung“, sagte Rainer Köster bei der Übergabe des
symbolischen Spenden-Schecks. Das Klagen sei teuer, man nehme daher einen
kleinen Mitgliedsbeitrag von den IG-Mitgliedern, um die Arbeit zu
finanzieren. Wie hoch der genau ist, wollte Köster nicht sagen, damit
Uniper sich nicht ausrechnen kann, wie viel Geld die Initiative in der
„Kriegskasse“ hat. Grundsätzlich kritisierte Köster, dass das finanzielle
Risiko einer Klage viele davon abhalte, vor den Gerichten ihr Recht zu
suchen. Was die Klage-Kosten angeht, solle man die aktuelle gesetzliche
Regelung überdenken, sagte Köster.
Ein bisschen war das Thema Kraftwerk zuletzt aus dem öffentlichen Fokus
geraten. „Aber das würde sich schnell wieder ändern, wenn das Kraftwerk ans
Netz ginge“, gab sich Köster überzeugt.

Quelle: Dattelner Morgenpost

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