Uniper wird finnisch – oder so… Update

Auch nach dem 21. November bleibt es spannend in Sachen eon, Uniper und Fortum. Während Uniper weiterhin die Übernahme durch Fortum ablehnt hat Uniper-Großaktionär eon sein Aktienpaket praktisch bereits an die Finnen verkauft. Und muss mit einer dreistelligen Millionensumme als Strafzahlung rechnen, wenn der Deal nicht zustande kommen sollte. Wir dürfen weiterhin gespannt sein, wer nach eon und Uniper Datteln 4 qualmen lassen will. Und wie es mit den anhängigen Klagen weitergeht.

Laut aktueller Pressemitteilungen will der finnische Fortum-Konzern Uniper übernehmen, eon will seinen Anteil von 47 Prozent der Uniper-Aktien 2018 an die Finnen verkaufen und dadurch mehrere Milliarden Euro erlösen. Insgesamt ein schöner Deal für eon, auf Kosten der Umwelt, der Dattelner Anwohner und der Uniper-Mitarbeiter. Die schmutzige Stromerzeugung ist aus dem Portfolio, ein hübsches Sümmchen in der Anleger-Kasse und eon kann sich aufmachen in die schöne neue Welt der sauberen Stromerzeugung. So geht Geschäfte machen.

Leider passen Kohlekraftwerke nicht in die Fortum-Strategie, die auf CO2-freie Wasser- und Atomkraft(!) ausgerichtet ist, sodass Datteln 4 möglicherweise weiterverkauft wird. Bei Uniper wird eine Zerschlagung befürchtet, möglicherweise kein ganz unbegründeter Verdacht. Vielleicht ist das der Grund, warum Datteln 4 seit der Auslagerung an Uniper keinen Konzernnamen mehr trägt. Das rote eon-Logo ist längst abmontiert, ein blaues Uniper-Logo folgte darauf nicht. Wer weiß, wer am Ende Dattelns Silhouette beherrscht. Vielleicht will ja auch niemand diese Dreckschleuder...
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