AUS für den new park – und das ist gut so

Nach langem Ringen nun der entscheidende Schritt – die NRW-Landesregierung gibt keine Bürgschaft für das Projekt new park in den Rieselfeldern. Das ist gut so, denn jetzt sind endlich städtische Kräfte frei, um tatsächlich Wirtschaftsförderung zu betreiben. Endlich müssen die Verantwortlichen aus ihrem Wolkenkuckucksheim herauskommen und die Realitäten sehen. Bis heute ist es nicht gelungen, im Vorfeld auch nur ein Unternehmen für die Ansiedlung im new park zu gewinnen, trotz vollmundiger Versprechungen, aufwendiger Reisen zu diversen Werbeveranstaltungen und ziemlich teurem Personaleinsatz. Mit wackeligem Konzept, geplanter Finanzierung auf dem Rücken der Bürger und vielen Sprechblasen sollte ein Projekt aus der Taufe gehoben werden, das von Beginn an lediglich aus viel heißer Luft bestand. Heisse Luft
In den umliegenden Städten hat man große Mühe, bereits seit Jahren ausgewiesene Gewerbeparks zu füllen, es gibt nutzbare Industriebrachen und genug Kommunen, die nur auf ansiedlungswillige Firmen warten. Aber gut bezahlte Gutachter begutachten natürlich so, wie es der Auftraggeber gerne liest und da sind dann auch schon Mal mehrere tausend Arbeitsplätze drin, eigentlich eine Luftnummer, aber sieht zumindest auf dem Papier gut aus.

Der new park ist wieder ein Beispiel für das ausgesprochen glücklose Händchen, mit dem die Stadtführung in Sachen Großprojekte agiert. Es sei nur an die jahrelang projektierte und beworbene Wasserstadt erinnert, heute tot wie ein Dodo.
Es ist genug öffentliches Geld verbrannt worden, jetzt ist es Zeit, sich auf die Aufgaben direkt vor der Haustür zu besinnen. Nördlich von Datteln machen sich kleine Städte still und leise fein, ziehen Gewerbe und damit Arbeitsplätze an und sind begehrt als Wohnorte. In Datteln hat man bisher die Entwicklung verschlafen, es zählt immer noch industrielle Gigantomanie, die Politik der feinen kleinen Schritte hat hier bisher keine Tradition. Es wird dringend Zeit, dass sich das ändert. Also von den Nachbarn lernen, Ärmel hochkrempeln und es noch besser machen, das ist die Zukunft. Also, an die Arbeit!

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