Datteln – Dreckloch der Nation?

Skandalöses Vorgehen bei Ruhrzink-Giftboden

Nicht nur, dass versucht wird, mit Datteln 4 einen neuen riesigen Schadstoff-Emittenten mitten in die Stadt zu bringen – auch bereits vorhandene gefährliche Umweltbelastungen sollen nicht fachgerecht beseitigt werden, sondern mit einer bisher unerprobten und über lange Zeit problematischen Methode im Boden gebunden werden.

Billig soll es sein, jedenfalls für die GEA Group, der das verseuchte Grundstück gehört.

Ist es tatsächlich so, dass ein Unternehmen Jahrzehnte Gewinne einstreichen darf und dann bei der Beseitigung seines giftigen Erbes nicht mehr in der Pflicht ist? Was ist das für eine ‚Schutzbehörde‘, die offenbar den Schutz der Finanzen eines Unternehmens höher stellt als das Recht der Menschen auf eine gesunde Umwelt? Ist es eine Luxussanierung, wenn der Verursacher die Giftstoffe beseitigen muss, die er in den Boden geleitet hat? Wo ist das Aufbegehren der Stadtverwaltung und des Rates? Mittlerweile drängt sich der Eindruck auf, dass in Datteln Unternehmen alles dürfen, was sie an anderer Stelle untersagt bekämen. Sind die Dattelner Bürger zweiter Klasse, denen man alles aufhalsen kann? Für die, wenn sie nicht selbst widersprechen, auch kein anderer widerspricht?

Der Stadtrat sollte geschlossen Sturm laufen, die Stadtverwaltung sich eindeutig positionieren gegen dieses Ansinnen. Aber es sind nur wenige, die ihre Entrüstung offen aussprechen. Dabei gibt es hier keinen Platz für Kompromisse. Der Boden muss vollständig ausgekoffert und durch unbelasteten Boden ersetzt werden. Alles andere wäre eine nicht zu akzeptierende Fehlentscheidung.

Bleibt zu hoffen, dass sich viele Dattelner lautstark wehren und vielleicht eine weitere Bürgerinitiative gründen. SO kann und darf mit den Bürgern und ihrer Umwelt nicht umgegangen werden!

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