T24 – Update

12.12.2017

Umgehend nach Bekanntwerden der Probleme mit dem T24-Kesselstahl relativiert Uniper. Das war nicht anders zu erwarten, schließlich sind teure Reparatur- und Austauscharbeiten weitere Kröten, die der neue Besitzer schlucken muss. Uniper wird versuchen, zumindest öffentlich den Schaden so klein wie möglich zu halten. Das ist jedoch kaum überzeugend, denn wenn die Probleme bereits nach kurzem Probebetrieb auftreten, ist für den Ernstfall Volllastbetrieb nichts Gutes zu erwarten. Nicht ohne Grund wurde bereits in anderen Kraftwerken ein Komplettaustausch durchgeführt.

Wir als aufmerksame Öffentlichkeit müssen dringend darauf achten, dass die entsprechenden Behörden ihre Kontrollpflicht wirklich wahr- und ernst nehmen und damit ihrer Fürsorgepflicht für Leben und Gesundheit der Anwohner und auch der Beschäftigten im Kraftwerk nachkommen. Die Vorgänge rund um Datteln IV sollen und müssen genauestens beobachtet und kritisch begleitet werden.

Wir weisen an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass es sich hier nicht nur um eine Verzögerung und damit ein finanzielles Problem für den Konzern handelt, sondern dass es zu konkreten erheblichen Gefährdungen für die Menschen im Kraftwerk und in der Umgebung kommen kann. Muss tatsächlich erst etwas passieren? Wir sagen: Nein!

Zur Erinnerung: seit 2007 gebaut auf eigenes Risiko und weiterhin beklagt!
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Welch schöne Weihnachtsüberraschung!

08.12.2017

Mindestens ein Jahr weniger dicke Luft in Datteln!

Wem bislang die Phantasie fehlte sich vorzustellen, was wirklich aus dem Riesenkühlturm kommt, der hatte in den vergangenen Wochen mehrmals die Gelegenheit zu sehen, wie sich eine riesige schadstoffbehaftetete Qualmwolke auf die Stadt legt. Und hat endlich begonnen, sich zu fürchten.

Doch nun qualmt es nicht mehr. Ganz überraschend(!) gibt es gravierende Probleme mit dem verbauten Stahl. Es wurden Risse an den Schweißnähten festgestellt, sodass der Probebetrieb eingestellt werden musste. Obwohl diese Problematik keineswegs neu, sondern seit Jahren bekannt ist, hat mein konzernseitig offenbar keine Bedenken gehabt, die Bevölkerung einem möglichen erheblichen Störfall auszusetzen.

Jede Hausfrau weiß: da hilft nur verschrotten....bevor er explodiert

Problemstahl 7 CrMo VTiB 10 10 - wer konnte das bloß ahnen?

Die etwas sperrige Bezeichnung 7 CrMo VTiB 10 10 steht für den 'Super'stahl T24. Der sollte eigentlich den höheren Drücken und Temperaturen standhalten die es braucht, um den mageren Wirkungsgrad von Kohlekraftwerken zu erhöhen und sie damit gesellschaftsfähiger zu machen. Jedoch ist seit mindestens 7 Jahren bekannt, dass der Werkstoff nicht hält, was man sich davon versprochen hat. Bereits 2010 gab es im Kraftwerk Duisburg-Walsum massive Probleme, die zu einer Verzögerung von mehr als zwei Jahren und immensen Kosten führten.

Uniper (vormals eon) baut also seit 2007 auf eigenes Risiko, beklagt, viel zu nah an der Wohnbebauung und mindestens seit 2010 mit dem Wissen, dass T24 nicht den Anforderungen genügt. Liebe Aktionäre, was sagt ihr eigentlich dazu, dass euer Geld immer tiefer versenkt wird?

 

Interessante juristische Fragen

Neben den immensen Kosten, die nun wieder auf den Konzern zukommen, entstehen auch sehr interessante juristische Fragen. Wie ist es eine solch umfangreiche Änderung genehmigungsrechtlich zu bewerten? Falls der Dampfkessel gegen einen aus herkömmlichem Stahl getauscht werden muss, sind umfangreiche Umbauten am Kesselhaus notwendig. Dazu bedarf es eines neuen Genehmigungsverfahrens, denn auch der Wirkungsgrad und die Emissionen ändern sich.

Ende mit Schrecken statt Schrecken ohne Ende

Vielleicht kann Uniper (oder Fortum oder wem auch immer zukünftig der Pleitenmeiler gehören wird) den gesamten Block an die Chinesen verkaufen. Die wissen, wie man eine Großanlage zerlegt und abtransportiert und wir hätten in ein paar Jahren eine besenreine Fläche, auf der endlich das angesiedelt werden kann, was Datteln wirklich benötigt - Handwerker und kleines Gewerbe. Das bringt Arbeitsplätze und Leben in die Stadt, siehe die Gemeinden nördlich der Lippe. Und das kann Datteln wahrlich gebrauchen. Bis zum Abtransport kann der Kühlturm ja als Projektionsfläche genutzt werden, mit jahreszeitlichen Motiven wie derzeit Sterne und Tannenbäume oder wie bereits 2012 als Werbefläche...
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Uniper wird finnisch – oder so… Update

Auch nach dem 21. November bleibt es spannend in Sachen eon, Uniper und Fortum. Während Uniper weiterhin die Übernahme durch Fortum ablehnt hat Uniper-Großaktionär eon sein Aktienpaket praktisch bereits an die Finnen verkauft. Und muss mit einer dreistelligen Millionensumme als Strafzahlung rechnen, wenn der Deal nicht zustande kommen sollte. Wir dürfen weiterhin gespannt sein, wer nach eon und Uniper Datteln 4 qualmen lassen will. Und wie es mit den anhängigen Klagen weitergeht.

Laut aktueller Pressemitteilungen will der finnische Fortum-Konzern Uniper übernehmen, eon will seinen Anteil von 47 Prozent der Uniper-Aktien 2018 an die Finnen verkaufen und dadurch mehrere Milliarden Euro erlösen. Insgesamt ein schöner Deal für eon, auf Kosten der Umwelt, der Dattelner Anwohner und der Uniper-Mitarbeiter. Die schmutzige Stromerzeugung ist aus dem Portfolio, ein hübsches Sümmchen in der Anleger-Kasse und eon kann sich aufmachen in die schöne neue Welt der sauberen Stromerzeugung. So geht Geschäfte machen.

Leider passen Kohlekraftwerke nicht in die Fortum-Strategie, die auf CO2-freie Wasser- und Atomkraft(!) ausgerichtet ist, sodass Datteln 4 möglicherweise weiterverkauft wird. Bei Uniper wird eine Zerschlagung befürchtet, möglicherweise kein ganz unbegründeter Verdacht. Vielleicht ist das der Grund, warum Datteln 4 seit der Auslagerung an Uniper keinen Konzernnamen mehr trägt. Das rote eon-Logo ist längst abmontiert, ein blaues Uniper-Logo folgte darauf nicht. Wer weiß, wer am Ende Dattelns Silhouette beherrscht. Vielleicht will ja auch niemand diese Dreckschleuder...
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Erste Kohleladung gelöscht – ein trauriger Tag für Datteln

So, der erste Kohlepott hat nun seine Ladung gelöscht. Das ging relativ unspäktakuler über die Bühne. Leider war dieses "historische Ereignis" so kurzfristig öffentlich geworden, dass wir von der IG Meistersiedlung keine Chance hatten, von der gegenüberliegenden Seite des Kanals dieses Schiff mit dem Bezeugnis der tiefen Trauer zu begrüßen. In diesem Zusammenhang stellt sich aber nach wie vor die Frage, ob die Hafenanlage baurechtlich überhaupt abgenommen worden ist, so dass es zur Löschung von Ladungen kommen darf.

Ab Montag dürfen sich die Bürger dieser Stadt darauf freuen, von unangenehmen Geräuschen belästigt zu werden, wenn der Probebetrieb im Kraftwerk in die nächste Phase geht. Hoffentlich werden dann die absoluten Befürworter plötzlich aus dem Schlaf gerissen oder fühlen sich beim lauschigen Grillabend im Garten massiv gestört. Dass Uniper zur Vermeidung Ohrenschützer ausgeben will, ist nur ein Gerücht. Leider darf das Unternehmen all diese Versuche starten und durchführen, weil es ja von der Bezirksregierung in Münster die entsprechende Betriebserlaubnis bekommen hat. Wieder einmal war diese Behörde schneller als das Gericht. Will man wieder einmal in der Öffentlichkeit den Eindruck suggerieren, "jetzt sind sie schon soweit und haben viel Geld investiert, also lasst das Kraftwerk doch endlich ans Netz gehen".

Die Medien haben in diesem Zusammenhang den Kraftwerksgegnern überhaupt kein Gehör geschenkt, was mit einem ausgewogenen Journalismus wenig zu tun hat. Es wurde lediglich darauf verwiesen, dass Klagen beim OVG anhängig seien. Leider hat man überhaupt nicht in Erwägung gezogen, dass die neue Landesregierung beim Bau von neuen Windkraftanlagen auf die Einhaltung der Abstandsbestimmungen pocht, bei einem Kohlekraftwerk in dieser Deminsion wohl aber weiterhin nicht. Da wird beim Schutz der Bevölkerung eindeutig mit zweierlei Maß gemessen.

Darum, so glaube ich, sollten wir mehr denn je darauf hinweisen, dass dieser Abstandserlass bei Datteln IV schlichtweg ausgehebelt worden ist und dass hier zu einer Ungleichbehandlung der Bevölkerung in diesem Lande kommt. Und das sollte auch das OVG interessieren.

Unsere nächste Versammlung ist am Montag, 10. Juli, wie gewohnt um 19 Uhr in der Postkutsche an der Castroper Straße.
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Katzenjammer: SPD, Datteln IV und eine verlorene Wahl

Hört, hört möchte man rufen ob der Wahl-Nachlese der örtlichen SPD. In der örtlichen Tageszeitung vom 3. Juni 2017 heißt es plötzlich, das Kraftwerk habe an dieser Stelle gar nicht gebaut werden dürfen. Und die Bezirksregierung habe das nicht genehmigen dürfen...

Es ist kaum zu glauben - offenbar hat diese Partei ihre ganz eigene Wahrnehmung der Welt, die nicht unbedingt mit den Tatsachen korrespondiert. Zwei Mal gab es im Stadtrat die Chance, den Bebauungsplan abzulehnen. Zwei Mal wurde der Bebauungsplan mithilfe der Ratsmehrheit der SPD angenommen.

Wenn es nicht so traurig wäre für die Region - man könnte darüber lachen. Jetzt die Verantwortung auf die Bezirksregierung abzuschieben heißt, die Verantwortung für das eigene politische Handeln und dessen Folgen schlicht zu leugnen. Und auf die Vergesslichkeit der Bürger zu setzen.

"Wir verstehen dieses Kraftwerk als Bekenntnis zur heimischen Steinkohle."

Das war die Prämisse, vor Jahren wörtlich und mit breiter Brust vorgetragen von einem SPD-Fraktionsmitglied.


Heute zu behaupten, man habe das Projekt 'mit unterstützt' ist keine Untertreibung, es ist einfach falsch. Man hat im Gegenteil maßgeblich dazu beigetragen, dieses Kraftwerk auf den Weg zu bringen. Gegen alle Widerstände, Warnungen, Mahnungen. Statt zukunftsorientiertem wirtschaftlichen Handeln und Denken für die Region ewig gestrige Kohle-Nostalgie, verbrämt mit Bergmannsromantik, die es so nie gegeben hat.

Was hätte man nicht alles anfangen können mit diesen vielen Hektar Land mit besten Anbindungen. Kleine Betriebe ansiedeln, die örtliche Wirtschaft fördern, vielen Menschen Arbeit geben. Stattdessen ein monströses Gebäude, Umweltverschmutzung, Lärm und Arbeit für gerade einmal 70 Menschen. Und das alles, ohne dass Datteln in absehbarer Zeit auch nur einen Cent Steuern erhält. Aber die Infrastruktur vorhalten und bezahlen muss. Selbst wenn eon/Uniper zurückbauen muss - was sie hoffentlich tun müssen - ist das Gelände über Jahre blockiert und dient nicht der heimischen Wirtschaft. Vielen Dank dafür!
Wer sich von Großkonzernen am Nasenring durch die Manege führen lässt (siehe auch: Ruhrzinkbrache, Abrisszeit Datteln I bis III...) und das für Industriefreundlichkeit hält, der muss wirklich noch Hausaufgaben machen.

Bisher nicht geschafft, 6, setzen.
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Datteln 4 und die Folgen – Lesermeinung

Zur aktuellen Genehmigung der Bezirksregierung erreichte uns ein Leserbrief, der die Situation gut zusammenfasst und insbesondere auf die Folgen hinweist, die die Inbetriebnahme von Datteln 4 hätte.

"...die Zeitung informiert, oft auch mit „unschönen“ Artikeln, aber regelrecht schockiert war ich, als ich vor einigen Tagen speziell die unterschiedlichen Meinungen zu Datteln 4 gelesen habe. Da ist die Rede von Bauruinen und tausend Arbeitsplätzen…. Das ist sowas von lächerlich…. Schade, dass Dattelner hier nicht zusammenhalten. Dabei geht uns das doch alle an.

Mögliche Folgen: Je nachdem wie der Wind steht und wie stark er bläst, wäre ein Umkreis von mind. +/- 2-4 km betroffen.

Das geht also über Henrichenburg hinaus, Richtung Oer-Erkenschwick, über Waltrop bis hin Richtung Ahsen/Olfen.

Vom Tierschutz mal ganz abgesehen, sind also auch Spargel, Möhren, Kartoffel, Salat und Erdbeerfelder betroffen, die mit leckerem Feinstaubregen dann zukünftig bewässert werden. Wir werden also nicht nur durch die Lunge kränkeln, auch unsere Ernährung wird betroffen sein. (Feinstaubluft, Regen, Weide, Kühe, Milch…) Die nächtliche Geräuschkulisse wird den Menschen vermutlich den Schlaf rauben.

Sie sind dadurch genervt, sind gesundheitlich angeschlagen, leiden unter Migräne, Kopfschmerzen und Bluthochdruck. Die Krebsrate wird weiter steigen. Lungen- und Bronchialprobleme häufen sich ebenfalls. Die Immobilienpreise fallen und das hat wohl weniger mit der Optik von Datteln 4 zu tun, sondern mit der sinkenden Lebensqualität und der zu erwartenden Gesundheitsprobleme. Sehr zum Ärger der Fotografen, denn auf „gutes Licht“ kann man dann lange warten.

Wenn mehr Menschen über die Folgen mal nachdenken würden, kann es hier doch nur eine „zeitgemäße“ Lösung geben. Und dann immer wieder das Thema Arbeitsplätze. Woher kommen denn diese Zahlen? Wahrgenommen werden immer nur einige ausländische Subunternehmer.

Alle müssen zusammenhalten, alle müssen dagegen ankämpfen! Ruht Euch nicht auf deren Schultern aus, die seit Jahren - für Euch - und damit „gegen Datteln 4“ kämpfen..."
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Justizwirrwarr und eine Petition

Die juristische Situation um die Kraftwerke in unserer Region wird immer komplexer und komplizierter, trotzdem versuchen wir, Sie und euch auf dem Laufenden zu halten.

Trianel und der BUND - überraschendes Urteil

Nachdem der 8. Senat des Oberverwaltungsgerichtes NRW während der dreitägigen Verhandlung in weiten Teilen den Ausführungen des BUND gefolgt war wies das Gericht trotzdem - überraschend für die Mehrzahl der Prozessbeobachter - am Ende die Klage des BUND gegen das Trianel Kohlekraftwerk in Lünen ab (16. Juni 2016). Trotz der durch den BUND nachgewiesenen massiven Rechenfehler in den Gutachten, insbesondere im Hinblick auf die Critical-Load-Berechnungen (Berechnung der kritischen Umwelt-Grenzbelastung), zog sich das Gericht auf eine Einzelfallbetrachtung zurück. Das heißt, es wertete nicht - wie eigentlich zu erwarten gewesen wäre - die Gesamtheit der vorhandenen plus der zusätzlichen Schadstoffbelastung, sondern bezog sich auf eine angeblich vorhandene besondere Konstellation in den Cappenberger Wäldern, aufgrund der eine Schädigung auch bei übermäßiger Schadstoffbelastung nicht zu erwarten sei. Obwohl selbst der vom Gericht bestellte Fachgutachter die Anwendbarkeit von Einzelfallregelungen verneinte, entschied das Gericht auf dieser Basis und wies die Klage ab. Der BUND prüft derzeit die Urteilsbegründung eingehend und wägt weitere Schritte ab.

Normenkontrollverfahren Datteln 4 (Uniper/vormals eon) - die Staatskanzlei will mitmischen

Nachdem die Landesregierung bisher immer betonte, dass sie sich nicht an juristischen Verfahren zu Kraftwerken beteiligen wolle stellte nun die Staatskanzlei des Landes NRW den Antrag, im Normenkontrollverfahren zwischen der Stadt Datteln und Mitgliedern unserer Interessengemeinschaft vor dem Oberverwaltungsgericht Münster beigeladen zu werden. Damit gibt das Land NRW seine den Anwohnern bisher zugesagte Rechtsposition und damit die zugesagte Neutralität auf. Dieser Vorgang hat uns veranlasst, eine Eingabe an den Petitionsausschuss des Landes NRW zu senden. Klicken Sie hier, um die Eingabe zu lesen. Hier finden Sie zusätzlich noch einmal den Wortlaut des Koalitionsvertrages zum Thema Kraftwerke in NRW.
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Sag mal, eon … ist Kohlestrom noch profitabel?

eon-Chef gibt zu, dass mit Kohlekraftwerken nichts mehr zu verdienen ist

Laut einem aktuellen SPIEGEL-Interview hält selbst eon-Chef Johannes Teyssen den Kohlestrom für nicht mehr profitabel. Und das brandneue Trianel-Kohlekraftwerk in Lünen wurde bereits nach 100 Tagen zum ersten Mal heruntergefahren - aus wirtschaftlichen Gründen. Nach Zeitungsberichten wäre am vergangenen Wochenende der zu erwartende Strompreis zu niedrig gewesen, selbst das Abschalten war offenbar billiger. Diese Entwicklung zeichnet sich nicht erst seit gestern ab, deshalb ist es um so unverständlicher, warum immer noch - unter Einsatz erheblicher finanzieller Mittel - so zäh um Datteln 4 gerungen wird. Seit langem geht der Trend, auch bundespolitisch ausdrücklich gewünscht, zu dezentralen kleinen Anlagen, jedoch betreibt eon von ca. 60.000 vorhandenen Anlagen nur etwa 4000. Offenbar verläuft der Lernprozess in diesem Konzern äußerst langsam, nach wie vor versucht eon mit Klauen und Zähnen einen Kraftwerks-Dinosaurier ans Netz zu bringen, mit dem niemals Profite erwirtschaftet werden können, der aber einer ganzen Region massiv schaden würde.

Sag mal, eon... wie ist das denn nun mit den Schwermetallen, dem Feinstaub, dem CO2?

In der eon-Werbewelt existieren qualmende Kohlemeiler gar nicht. Der Konzern wirbt mit idyllischen Landschaften, blauem Himmel, klarer Luft und glitzerndem Wasser für seinen Strom aus erneuerbaren Quellen. In dieser insgesamt ausgesprochen peinlichen Sag-mal-Werbekampagne können jedoch nicht einmal bayerische Vorzeigefrauen die Kastanien aus dem (Kohle)Feuer holen - Kohlestrom ist dreckig und den Anwohnern geht es damit dreckig. Immerhin ist von den vielfach beschworenen Horrorszenarien nichts mehr übrig geblieben, sie entpuppen sich als das, was sie immer waren - Einschüchterungsversuche. Auch nach der Abschaltung von Datteln 1-3 Ende Februar 2014 blieb keine Pendlerbahn mangels Strom stehen, die ferngewärmten Wohnungen sind nicht abgekühlt. Im Gegenteil wirbt die Bundesbahn seit geraumer Zeit mit ihrer 100%Ökostrom-Bahncard, keine Rede mehr davon, dass ohne Kohlestrom von Datteln 4 alle Räder still stehen. Mittlerweile zeichnen sich endlich auch öffentlich bereits lang bekannte Alternativen für die Fernwärmeversorgung ab. Es geht OHNE Datteln 4. Sag mal, eon.... wann gesteht ihr das eigentlich ein?
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Datteln – von Kraftwerken umringt

So sieht es aus rund um Datteln:
umzingelt

von links: Lünen, Trianel und Datteln IV, Castrop-Rauxel, Herne, Marl

Wer sind wir in der Region? Die Dreckschlucker für ganz Deutschland? Damit es in Bayern Energie gibt, ganz ohne Kraftwerke? Warum nicht mal dort bauen? Aber nein, das könnte ja die schöne Landschaft verschandeln. Bei uns macht das nichts. Oder, liebe Verantwortliche? Begeben Sie sich an einem klaren Tag einmal ins Hochfeld. Egal, wohin Sie schauen und woher der Wind weht - wir sind immer betroffen und Sie können es deutlich sehen. Es ist unverantwortlich, bei dieser Kraftwerksdichte ein weiteres, riesiges Kraftwerk in Betrieb zu nehmen. Die Belastungsgrenze unserer Region ist längst erreicht. Deshalb einmal mehr NEIN zu Datteln 4.
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Viele Schwaden, wenig Sonne

Macht doch alles nix...sagen die Verantwortlichen für Datteln 4. DAS bisschen Verlust an Sonnenschein. Bereits heute, ohne dass Datteln 4 in Betrieb ist, werden die Regionen Datteln und Waltrop von immensen Kraftwerksschwaden eingehüllt und verdunkelt. Die Fotos, die uns ein Leser zur Verfügung gestellt hat, sprechen für sich. Besonders an sonnigen Tagen ist gut zu beobachten, wie weiträumig und großflächig sich die Schwaden verteilen. Und eben doch den Menschen das Licht nehmen.
Hier sehen Sie die Aufnahmen in voller Größe.  
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