Sag mal, eon … ist Kohlestrom noch profitabel?

eon-Chef gibt zu, dass mit Kohlekraftwerken nichts mehr zu verdienen ist

Laut einem aktuellen SPIEGEL-Interview hält selbst eon-Chef Johannes Teyssen den Kohlestrom für nicht mehr profitabel. Und das brandneue Trianel-Kohlekraftwerk in Lünen wurde bereits nach 100 Tagen zum ersten Mal heruntergefahren - aus wirtschaftlichen Gründen. Nach Zeitungsberichten wäre am vergangenen Wochenende der zu erwartende Strompreis zu niedrig gewesen, selbst das Abschalten war offenbar billiger. Diese Entwicklung zeichnet sich nicht erst seit gestern ab, deshalb ist es um so unverständlicher, warum immer noch - unter Einsatz erheblicher finanzieller Mittel - so zäh um Datteln 4 gerungen wird. Seit langem geht der Trend, auch bundespolitisch ausdrücklich gewünscht, zu dezentralen kleinen Anlagen, jedoch betreibt eon von ca. 60.000 vorhandenen Anlagen nur etwa 4000. Offenbar verläuft der Lernprozess in diesem Konzern äußerst langsam, nach wie vor versucht eon mit Klauen und Zähnen einen Kraftwerks-Dinosaurier ans Netz zu bringen, mit dem niemals Profite erwirtschaftet werden können, der aber einer ganzen Region massiv schaden würde.

Sag mal, eon... wie ist das denn nun mit den Schwermetallen, dem Feinstaub, dem CO2?

In der eon-Werbewelt existieren qualmende Kohlemeiler gar nicht. Der Konzern wirbt mit idyllischen Landschaften, blauem Himmel, klarer Luft und glitzerndem Wasser für seinen Strom aus erneuerbaren Quellen. In dieser insgesamt ausgesprochen peinlichen Sag-mal-Werbekampagne können jedoch nicht einmal bayerische Vorzeigefrauen die Kastanien aus dem (Kohle)Feuer holen - Kohlestrom ist dreckig und den Anwohnern geht es damit dreckig. Immerhin ist von den vielfach beschworenen Horrorszenarien nichts mehr übrig geblieben, sie entpuppen sich als das, was sie immer waren - Einschüchterungsversuche. Auch nach der Abschaltung von Datteln 1-3 Ende Februar 2014 blieb keine Pendlerbahn mangels Strom stehen, die ferngewärmten Wohnungen sind nicht abgekühlt. Im Gegenteil wirbt die Bundesbahn seit geraumer Zeit mit ihrer 100%Ökostrom-Bahncard, keine Rede mehr davon, dass ohne Kohlestrom von Datteln 4 alle Räder still stehen. Mittlerweile zeichnen sich endlich auch öffentlich bereits lang bekannte Alternativen für die Fernwärmeversorgung ab. Es geht OHNE Datteln 4. Sag mal, eon.... wann gesteht ihr das eigentlich ein?
This entry was posted in Aktuelles, Uncategorized and tagged , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , . Bookmark the permalink.

Comments are closed.