(k)ein Weihnachtsmärchen

Hier eine Leserzuschrift, die uns aktuell erreichte:

Das Märchen vom Umweltschutz -oder wie man Menschen (ent)täuscht

Es waren einmal Frauen und Männer im Land, die gaben an, sich zum Ziel gesetzt zu haben, für den Umweltschutz und für den Schutz der Menschen zu arbeiten. Man müs­se sie nur mit ein wenig Macht ausstatten, dann würden sie sich mit aller Kraft und Konsequenz für dieses hohe Gut einsetzen. Sie schickten sogar einen hohen Fürsten aus ihren Reihen in eine kleine Stadt, in der das Bedürf­nis der Menschen nach Schutz und Unterstützung beson­ders groß war. Und auch der Fürst versprach alles, damit auch er mehr Macht erhalten würde.
In dieser kleinen Stadt hatte sich nämlich eine große Fir­ma breit gemacht, die ein noch größeres Gebäude er­richtete. Und weil dieses Gebäude mit dem gepriesenen Umweltschutz nicht in Einklang zu bringen war, sagte der große Fürst den besorgten Menschen zu, er werde alles dafür tun, dass dieses große Gebäude wieder abge­rissen würde. Die Menschen in der kleinen Stadt glaubten ihm und auch den Frauen und Männern aus dem Land. Sie gaben ihnen ihre Stimmen und verhalfen ihnen damit zur ge­wünschten Macht, weil sie glaubten, ihnen würde nun geholfen werden, so wie es versprochen worden war. Es gab aber noch andere Frauen und Männer in diesem Land, die waren mit noch mehr Macht ausgestattet. Sie waren zudem Freunde dieser großen Firma, die in der kleinen Stadt das große Gebäude baute. Und diese noch Mächtigeren wollten, dass das Gebäude auch zu Ende gebaut würde, auch wenn darunter viele Jahre lang Menschen, Tiere und Pflanzen leiden würden. Die Mäch­tigeren verlangten darum von den weniger Mächtigen, dass sie von ihrem Ziel abweichen müssten, weil man ihnen sonst die wenige Macht, die sie in dem Land be­kommen hatten, ganz verlieren würden. Da bekamen es die weniger mächtigen Frauen und Männer mit der Angst zu tun und sie taten alles, was die noch Mächtige­ren von ihnen verlangten. Darum weinten und fluchten die Menschen in der kleinen Stadt ganz gewaltig, weil sie sich im Stich gelassen fühlten und schworen, sich nie mehr auf Versprechungen einzulassen, wenn es darum geht, dass andere ein wenig Macht bekommen, um Macht über sie ausüben zu können. Norbert Schmitz
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