RVR-Linke gegen nachträgliche Regionalplanänderung

Zu einem Informations- und Meinungsaustausch trafen sich Vertreter der Fraktion DIE LINKE im Regionalverband Ruhr (RVR) und Mitglieder der Interessengemeinschaft Meistersiedlung Datteln. „Die Vertreter der Initiative erläuterten uns im Naherholungsgebiet 'Zeche Emscher-Lippe Park', welche Beeinträchtigungen sie mit der Inbetriebnahme des Kraftwerks Datteln IV für die Region sehen. Die gewonnenen Eindrücke vor Ort bestärken uns in unserer Haltung, eine nachträgliche Änderung des Regionalplans zugunsten von e.on abzulehnen“, so Wolfgang Freye, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im RVR. „Unabhängig davon, ob in der kommenden Verbandsversammlung die politische Entscheidung zu Gunsten von e.on auf Grund der Mehrheitsverhältnisse fällt, werden wir die Initiativen vor Ort als Fraktion im Rahmen unserer Möglichkeiten weiterhin unterstützen. Der Planungsfarce muss ein Ende gesetzt werden. Auch für einen Konzern wie e.on darf geltendes Recht nicht umgebogen werden“, äußert sich Olaf Jung, Mitglied des Planungsausschusses der Fraktionen. Rainer Köster, Sprecher der IG Meistersiedlung, machte noch einmal deutlich, dass der Standort Löringhof allein schon wegen des zu geringen Abstandes zur nächsten Wohnbebauung, aber auch zur Vestischen Kinder- und Jugendklinik völlig ungeeignet ist. Er äußerte gegenüber den Politikern aber auch die große Sorge, dass es zu einer erhöhten Gesundheitsbelastung der Menschen auch in unmittelbarer Nähe des Kraftwerks kommen werde, wenn dies in Betrieb genommen würde. Diese Sorge teilten Wolfgang Freye und Olaf Jung. Es dürfe darum keinesfalls zu einer Änderung des Regionalplanes mit Hilfe von Zielabweichungsverfahren kommen.
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