eon, die Bahn und das Winterchaos – reloaded

...und ewig grüßt das Murmeltier

Wieder geisterte eine Meldung durch den Medienwald, die in fast gleichem Wortlaut schon vor genau einem Jahr zu lesen war. Offenbar von eon und der Bahn auf Wiedervorlage gelegt, wird - kurz bevor der Winter kommt - einmal mehr das Schreckensszenario frierender Pendler beschworen, deren Züge mangels Bahnstrom nicht fahren können. Brav nehmen alle Medien das Thema auf und scheinen nicht zu bemerken, dass sie vorgeführt werden. Oder vielleicht kennen sie ihre eigenen Archive nicht, sonst hätten sie einfach den alten Text mit einem aktuellen Datum versehen und wieder neu veröffentlichen können. Unkritisch und unkommentiert - alles wie gehabt.

Herr Grube von der Deutschen Bahn muss sich die Frage gefallen lassen, warum die Bahn sich nicht viel früher um einen Ersatz gekümmert hat, anstatt einmal mehr Zeter und Mordio zu schreien, ohne sachliche Grundlage. Erneut wird auf diese Weise eine Hintertür für eon geöffnet und der Bau eines Umrichters genehmigt. Obwohl es Ersatzlieferanten für Bahnstrom gäbe und der Umrichter keineswegs zwangsläufig auf eon-Gelände stehen muss. Erstaunlich, was alles möglich ist, so viel Interpretationsflexibilität hätte wohl kaum jemand deutschen Behörden zugetraut.

Ach, eine Frage noch - wann kommt eigentlich die Meldung zur Fernwärme? Und wann fallen wieder die Heizungen aus? Wird doch jetzt kühler...
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