Die letzte Reserve – unterschreiben Sie, aber zack!

Was geht, wenn gar nichts mehr geht? Dann werden Kinder und alte Menschen vor den Karren gespannt, Hauptsache, irgendwer macht mit.

Einer unserer Leser aus Datteln berichtete uns über einen ausgesprochen merkwürdigen Vorgang, der tief in die Seele der eon-Unterstützer blicken lässt. Offenbar gibt es Personen, die mit Drückerkolonnenmethoden versuchen, noch irgendwie Zustimmung zu dem verfahrenen Projekt zu erhalten.
Ein der Familie des Lesers unbekannter Mann versuchte, der über achtzigjährigen Mutter unseres Lesers eine Unterschrift pro Datteln 4 abzunötigen. Er schüchterte die alte Dame mit der bekannten und bekannt falschen Aussage ein, ohne Datteln 4 gäbe es keinen Strom. Das gleiche probierte er bei der fünfzehnjährigen Tochter unseres Lesers, die ihn jedoch wissen ließ, die ganze Familie sei seit langem gegen das Kraftwerk engagiert. Daraufhin entfernte sich der Mann mit einem Fahrrad, nicht ohne seine Verärgerung erkennbar zu machen.

Wir können und wollen nicht unterstellen, dass der eon-Konzern selbst hinter dieser dubiosen Aktion steckt, die an auf Großbaustellen Unterschriften sammelndes Kantinenpersonal erinnert. Wer jedoch mit solchen Mitteln versucht, das so sehnlich gewünschte Stimmungsbild zu erzeugen, macht sich selbst zum Ritter von der traurigen Gestalt.

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update: Baut eon ohne Genehmigung weiter?

Bei den Bautätigkeiten soll es sich nach Auskunft der Stadt Datteln um einen Feldversuch der Universität Dortmund handeln. Sowohl eon als auch die Stadt haben (bisher) darauf verzichtet, die Öffentlichkeit über die Vorgänge zu informieren, obwohl Transparenz im Hinblick auf die Tätigkeiten auf der Kraftwerksbaustelle sicher sehr sinnvoll wäre. Weitere Berichte zum Thema folgen.

Lesen Sie hier auf www.aufpunkt.de einen ausführlichen Bericht zu den aktuellen Bautätigkeiten.

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Bäume sind Freunde…

Bäume sind für vieles nützlich. Sie sorgen für bessere Luft, liefern Papier und können im heimischen Kamin eine Hauptrolle übernehmen. Außerdem können sie in einer ‘Sichtachse’ stehen und so einen monströsen Anblick weniger bedrückend gestalten. So jedenfalls die in der Lokalpresse veröffentlichte bahnbrechende Erkenntnis von Gutachtern, die offenbar bisher das fragliche Bauwerk und dessen optische Wirkung nur von geschönten Papier-Draufsichten kannten.
Nach nur wenigen Jahren ist aufgefallen, dass ein riesiger Kraftwerksblock mitten in einer Kleinstadt irgendwie doch ein ziemlicher unschöner Anblick ist. Und das, obwohl noch gar keine Schwadenwolken über die Häuser ziehen. Dafür hätte allerdings kein Gutachter bemüht werden müssen, das kann jeder Passant oder Anwohner ganz ohne Fachkenntnisse sofort feststellen.

Nun dürfen wir sicher eine botanische Sensation erwarten – eine im eon-Auftrag entwickelte Neuzüchtung, die innerhalb kürzester Zeit Höhen von hundert Metern und mehr erreicht. Vielleicht eine besondere Abart der Phoenix dactylifera, gemeinhin bekannt als Echte Dattelpalme. Würde gut zum Ortsnamen passen und noch ein wirtschaftliches Standbein in Form von Trockenfruchtexport bieten. Die für das Wachstum dieser Palmen erforderliche Wärme stünde als erfreulicher Synergieeffekt durch die immense Kraftwerks-Abwärme zur Verfügung. Kokospalmen wären natürlich ebenfalls eine gute Wahl, die Verantwortlichen könnten sich dann gegenseitig mit den  Früchten bewerfen. Sicher ein herrlicher Spaß für die Zuschauer, die gleichzeitig auch noch von dem bedrückenden Anblick abgelenkt würden. Der April ist immer für einen Scherz gut…

 

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(K)ein Dach für das Kohlelager oder: was interessiert mich mein Geschwätz von gestern

Die Diskussion um die Einhausung des Kohlelagers für eon Datteln 4 zeigt einmal mehr die enorme Flexibilität des Stadtrates  in Datteln.

Zur Historie:
2007 war es noch einhelliger Wunsch ALLER Fraktionen, dass das Kohlelager mit einem Dach versehen werden soll. Damals wurde auf Betreiben der Stadt kein Beschluss gefasst, weil – ja weil sich dadurch Verzögerungen beim Bebauungsplan ergeben hätten. Das wollte die Stadt eon nicht zumuten, das Unternehmen hatte es ja schließlich sehr eilig, da muss eine Stadt schon mal fünfe gerade sein lassen. Man versuchte stattdessen, diese Forderung durch die Bezirksregierung durchsetzen zu lassen, die dafür nur leider gar nicht zuständig ist. Nur der Stadtrat hätte diese Forderung im Interesse der Dattelner Bürger beschließen und in den Bebauungsplan einfließen lassen können. Durch diese strategische Meisterleistung des Stadtrates fiel das Dach für fünf Jahre dem Vergessen anheim.

Heute, 2012, kommen die überwiegend selben Stadträte zu einer ganz anderen Einschätzung. Nunmehr soll es genügen, das Kohlelager etwas kleiner zu gestalten, eine Einhausung erachten sie nicht mehr als notwendig. Abwehungen kommen ja praktisch nicht vor und wenn, dann bleiben die ganz brav in einem umgebenden Zaun hängen. Wahrscheinlich werden an diesem Zaun Warnschilder angebracht – Achtung: Durchgang für Staub verboten.
Ach, die Welt ist schön, besonders wenn man sie durch eine feuerrote Brille betrachtet.

Warum viele Stadträte ihre Meinung um 180° geändert haben wird wohl immer ihr Geheimnis bleiben. Der geneigte Betrachter wird vielleicht nach sachlichen Gründen suchen, der ungeneigte eher an Lobbykratie und die Macht der Konzerne denken.
Es ist ja durchaus bemerkenswert, dass das Bauwerk, das eigentlich nicht da ist, aber doch da ist, genau dem entspricht, das da stehen könnte. Oder so.

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Datteln holt Rekord – teuerste Werbefläche der Welt eingeweiht

Am Abend des 27. März 2012 wurde in Datteln eine neue Werbefläche eingeweiht, die nach unbestätigten Meldungen mehrerer Nachrichtenagenturen die teuerste weltweit ist. Der riesige, kilometerweit sichtbare Werbeturm wurde nun seiner Bestimmung übergeben.

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Bahnstrom nicht zwingend von Datteln 4

In einem aktuellen Bericht zu unserem Heimleuchten meldet klimaretter.info, dass laut Deutsche Bahn der Bahnstrom nicht zwingend von Datteln 4 produziert werden muss. Erforderlich ist lediglich ein neuer Umrichter… wir bleiben dran.

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Heimleuchten 2012 – Flammender Protest gegen Datteln 4!

Beeindruckende Szenen am Dortmund-Ems-Kanal

direkt vor eon Datteln 4

Mit Kind und Kegel kamen die Besucher unseres Heimleuchtens, mit Laternen, Lampions und Fackeln setzten sie ein deutliches und weithin sichtbares Zeichen gegen das Kohlekraftwerk Datteln 4. Eine lange Lichterkette zog sich nach Einbruch der Dunkelheit entlang des Kanals, direkt gegenüber der Kraftwerksbaustelle verliehen die Menschen ihrer Ablehnung dieses Projektes Ausdruck.

Besonders gefreut haben wir uns – natürlich über die Unterstützung durch die vielen Teilnehmer, durch die Umwelt- und Naturschutzverbände, durch den Vorsitzenden der BUND-Ortsgruppe Ostvest – und über das solidarische Grußwort der Abgesandten der BI Stopp Staudinger , die sich ebenfalls seit Jahren gegen einen riesigen eon-Kohleblock engagieren und für ihr Engagement vor kurzem den Umweltpreis 2011 des Main-Kinzig-Kreises erhalten haben.

Lesen Sie hier weiter und schauen Sie sich die Bildergalerie zum Heimleuchten an!

 

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Heimleuchten 2012

Am 17. März 2012 ist es soweit: wir laden ein zum Heimleuchten am Dortmund-Ems-Kanal

Um 18:00 beginnt unsere bunte und friedliche Protestveranstaltung gegen das eon-Kraftwerk Datteln 4. Wir nehmen den zweiten Jahrestag des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts zum Anlass, den Verantwortlichen mit möglichst vielen Leuchten den richtigen Weg zu weisen – ihnen heimzuleuchten.

Um Ihnen die Anfahrt zu erleichtern finden Sie hier eine Anfahrtskizze zum Herunterladen. Unseren Einladungsflyer können Sie hier herunterladen.

Nicht nur interessierte Bürger sind herzlich willkommen, wir freuen uns auch über rege Beteiligung von Organisationen, Verbänden und Bürgerinitiativen. Bitte wenden Sie sich über unsere Kontakt-Emailadresse an uns, wenn Sie sich mit Ihrer Gruppe beteiligen möchten. Unser Protest soll deutlich sichtbar werden!

Es geht los!

Recht muss Recht bleiben

Unter diesem Motto wehren wir uns gegen Rechtsverbiegung und Lobbyistenpolitik. Machen Sie mit und setzen Sie mit uns ein Zeichen für den Rechtsstaat! Gemeinsam mit B.i.B. Waltrop, der klima allianz deutschland und dem BUND laden wir Sie ein, an einer Menschenkette entlang des Dortmund-Ems-Kanals teilzunehmen.

Nein zu Datteln 4!

Wehren Sie sich mit uns gegen Umweltverschmutzung und Klimaschädigung in riesigem Ausmaß. Wenn Datteln 4 ans Netz ginge würde allein dieses eine Kraftwerk 1% des gesamten CO2-Ausstoßes Deutschlands verursachen – eine unglaubliche Menge für einen einzelnen Emittenten. Weitere Schadstoffe würden tonnenweise auf die Umgebung herunterrieseln – das Märchen vom ‘sauberen’ Kohlekraftwerk sollte niemand mehr glauben.

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Kraftwerkstorte für den NRW-Umweltminister

Süßes NEIN zu Datteln 4

Datteln 4 - nur als Torte leichte Kost

Den Besuch des grünen NRW-Umweltministers Johannes Remmel am 17. Februar 2012 in Castrop-Rauxel nahmen wir zum Anlass, ihn mit einer Delegation zu begrüßen und ihn auf angenehme Weise an ein unangenehmes Thema zu erinnern. Wir überreichten eine speziell für diesen Anlass angefertigte Kraftwerks-Torte, bei deren Verzehr sich Johannes Remmel einige Gedanken zu den Vorgängen rund um Datteln 4 machen sollte.

Tortenübergabe an Minister Remmel

 

Vor Beginn der Veranstaltung die Remmel besuchen wollte hatten wir Gelegenheit, den Umwelt-Minister zumThema Datteln 4 anzusprechen und unseren Protest zum Ausdruck zu bringen. Remmel wollte sich mit Hinweis auf laufende Verfahren nicht zum Thema äußern, nahm jedoch unsere Torte gern entgegen.

Friedlicher Protest gegen Datteln 4

 

Außerdem luden wir Johannes Remmel zum Heimleuchten ein, unserer nächsten öffentlichen Protestveranstaltung gegen Datteln 4 am 17. März 2012. Wir dürfen gespannt sein, ob er erscheint.

 

 

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Hier ein aktueller Leserbrief zur Berichterstattung zum Thema Datteln IV und Bahnstrom

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